04.02.2026

Haus verkaufen und Steuern: Alles, was Du beachten solltest

Der Verkauf eines Hauses ist eine bedeutende finanzielle Entscheidung, die nicht nur für den Verkäufer, sondern auch für das Finanzamt von Interesse ist. Viele Immobilienverkäufer wissen nicht, dass der Verkauf ihres Hauses steuerliche Auswirkungen haben kann. Insbesondere bei der Frage, ob und wie viel Steuern beim Verkauf eines Hauses anfallen, gibt es oft Unsicherheiten. In diesem Beitrag erklären wir Dir, welche steuerlichen Regelungen beim Hausverkauf relevant sind, wie Du Dich steuerlich vorbereiten kannst und welche Fehler Du vermeiden solltest. Wir zeigen Dir, welche Faktoren den steuerlichen Aspekt beeinflussen, wie etwa die Spekulationssteuer, die Freibeträge und wie sich die Verkaufsstrategie auf Deine Steuerlast auswirken kann.
Von: Dieter Habedank
Schlüssel hängt über 50-Euro-Scheinen, umgeben von kleinen schwarzen, pinken und grauen Hausmodellen, mit Taschenrechner.

Steuerliche Auswirkungen beim Hausverkauf – Was ist zu beachten?

Wenn Du ein Haus verkaufst, können in Deutschland Steuern anfallen, insbesondere die sogenannte Spekulationssteuer. Diese wird immer dann fällig, wenn Du die Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf verkaufst und dabei einen Gewinn erzielst. Die Spekulationsfrist ist eine der wichtigsten steuerlichen Regelungen beim Verkauf einer Immobilie. Wenn Du das Haus jedoch selbst genutzt hast, wird die Steuerlast durch einen entsprechenden Freibetrag deutlich reduziert. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: Hast Du das Haus beispielsweise selbst genutzt oder ist es Dein Hauptwohnsitz, ist der Gewinn steuerfrei. Das gilt sogar, wenn Du das Haus innerhalb der zehn Jahre verkaufst. Diese Regelung soll vor allem den privaten Immobilienverkauf fördern und die Besteuerung im Falle einer Eigennutzung vermeiden.

Was ist die Spekulationssteuer und wie wird sie berechnet?

Die Spekulationssteuer betrifft den Gewinn, den Du beim Verkauf Deiner Immobilie erzielst. Sie wird auf den Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie erhoben, wenn die Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb verkauft wird und ein Gewinn erzielt wird. Diese Steuer fällt unter die Einkommenssteuer und wird nach Deinem persönlichen Steuersatz berechnet. Wenn Du ein Haus innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf veräußerst und dabei Gewinn machst, musst Du diesen Gewinn versteuern. Die Höhe der Steuer hängt von Deinem persönlichen Steuersatz ab, der sich je nach Höhe des Gewinns berechnet. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Hast Du das Haus vor 8 Jahren gekauft und nun einen Gewinn von 100.000 Euro erzielt, wird dieser Betrag als Einkommen behandelt und unterliegt der Einkommenssteuer. Dein persönlicher Steuersatz hängt dabei von Deinem Gesamteinkommen ab. Liegt Dein Steuersatz bei beispielsweise 30 %, würde die Steuer 30.000 Euro betragen.

Die Freibeträge und Ausnahmen beim Hausverkauf

Es gibt jedoch einige Ausnahmen, bei denen keine Spekulationssteuer anfällt, selbst wenn Du die Immobilie innerhalb von zehn Jahren verkaufst. Besonders relevant ist hier der Freibetrag für die Eigennutzung. Wenn Du das Haus selbst genutzt hast, fällt keine Spekulationssteuer an, auch wenn Du es innerhalb der zehn Jahre nach dem Erwerb verkaufst. Eigennutzung bedeutet, dass Du das Haus als Hauptwohnsitz genutzt hast. Wenn Du die Immobilie nur zeitweise als Hauptwohnsitz genutzt hast, können auch bestimmte Regelungen greifen, die Dich von der Steuerpflicht befreien. Die wichtigste Regel hier lautet: Wenn Du das Haus mindestens drei Jahre selbst bewohnt hast, ist der Gewinn beim Verkauf steuerfrei. Beispiel: Wenn Du ein Haus gekauft hast und dieses für mindestens drei Jahre selbst bewohnt hast, kannst Du es steuerfrei verkaufen, auch wenn Du es innerhalb von zehn Jahren veräußerst.

Steuerliche Planung vor dem Hausverkauf – So kannst Du Steuern sparen

Die steuerliche Planung beim Hausverkauf ist entscheidend, um mögliche Steuerbelastungen zu minimieren. Wenn Du das Haus verkaufen möchtest, aber nicht sicher bist, ob die Spekulationssteuer greift, ist es ratsam, sich im Vorfeld steuerlich beraten zu lassen. Eine gute Steuerplanung kann verhindern, dass Du unnötige Steuern zahlen musst. Überlege Dir vor dem Verkauf, ob es sinnvoll ist, die Fristen zu nutzen, um die Immobilie länger selbst zu bewohnen und von der Steuerfreiheit der Eigennutzung zu profitieren. Alternativ kannst Du auch prüfen, ob es steuerlich günstiger ist, den Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen.

Hausverkauf und Steuererklärung – Was muss in der Steuererklärung angegeben werden?

Der Hausverkauf muss in Deiner Steuererklärung angegeben werden. Auch wenn Du steuerfrei verkaufst, musst Du den Verkauf und den Gewinn in der Anlage V (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) eintragen, wenn das Haus vor weniger als zehn Jahren verkauft wurde. Hierbei ist es wichtig, dass Du alle relevanten Informationen über den Kauf und den Verkauf der Immobilie angibst. Wenn Du Spekulationssteuer zahlen musst, solltest Du den Gewinn ebenfalls in Deiner Steuererklärung angeben und die Spekulationssteuer gemäß Deinem Steuersatz berechnen lassen. Die Steuererklärung ist somit ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass Du den Verkauf korrekt steuerlich abwickelst.

Über den Autor:

Dieter Habedank
Immobilienmakler
Seit über 15 Jahren bin ich als Immobilienmakler in Göttingen tätig. Was mich auszeichnet, ist nicht nur meine Erfahrung – sondern mein Einsatz für jeden einzelnen Kunden. Ich begleite Immobilienverkäufe mit dem Blick fürs Detail und dem Gespür für den Markt. Ich kenne die Besonderheiten der Region, die Preisentwicklung und das Verhalten der Käufer.

FAQ

Muss ich Steuern zahlen, wenn ich mein Haus nach weniger als zehn Jahren verkaufe?
Ja, wenn Du das Haus innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf verkaufst und dabei einen Gewinn erzielst, unterliegt dieser Gewinn der Spekulationssteuer.
Wie hoch ist die Spekulationssteuer beim Hausverkauf?
Die Höhe der Spekulationssteuer richtet sich nach Deinem persönlichen Einkommenssteuersatz. Der Gewinn aus dem Hausverkauf wird mit Deinem normalen Steuersatz versteuert.
Wann muss ich keine Steuern auf den Verkauf meines Hauses zahlen?
Wenn Du das Haus mindestens drei Jahre selbst als Hauptwohnsitz genutzt hast, ist der Verkauf steuerfrei. Auch bei einer Eigennutzung über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren nach dem Kauf fällt keine Spekulationssteuer an.
Was passiert, wenn ich das Haus ohne steuerliche Beratung verkaufe?
Ohne steuerliche Beratung könnten Fehler bei der Berechnung und Anmeldung der Steuern passieren, was zu einer späteren Nachzahlung oder zu hohen Steuerlasten führen kann.
Muss ich den Hausverkauf in meiner Steuererklärung angeben?
Ja, der Hausverkauf muss in der Steuererklärung angegeben werden, auch wenn keine Steuern anfallen. In der Anlage V wird der Verkauf und der Gewinn angegeben.
Welche Ausnahmen gibt es bei der Spekulationssteuer?
Die wichtigste Ausnahme ist die Eigennutzung: Wenn Du das Haus mindestens drei Jahre lang selbst bewohnt hast, fällt keine Spekulationssteuer an, auch wenn Du es innerhalb der zehn Jahre nach dem Kauf verkaufst.

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